Logo der Landessternwarte Die Burgenländische Landessternwarte
in Eisenstadt
Die Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 von der Landessternwarte
Hauptfernrohr Am 9. Oktober 1979 fand die feierliche Eröffnung der burgenländischen Landessternwarte (der ersten und nach wie vor einzigen Landessternwarte Österreichs) statt. Der Bau der Sternwarte sowie die Montage des Fernrohres wurden 1975 begonnen und 1979 fertiggestellt.

Den Mittelpunkt der Sternwarte bildet ein dreilinsiger Refraktor der Firma Zeiss (Objektivbrennweite: 2250 mm, Objektivdurchmesser: 150 mm), der parallaktisch fix unter einer Kuppel von fünf Metern Durchmesser montiert ist und durch eine mechanische Nachführung der Erddrehung nachgeführt wird.

Obwohl das Fernrohr aus dem Jahr 1938 stammt, entspricht es noch weitgehend den heutigen Anforderungen. Neben dem zahlreichen Zubehör (Okularspektroskop, Farbfilter, Zenit-, Sonnen-, Umkehrprisma, Binokular) besitzt die Sternwarte auch verschiedene Adapter zum direkten Fotografieren am Fernrohr. Damit ist es auch möglich, daß Besucher mit mitgebrachten Spiegelreflexkameras Fotos von Himmelsobjekten (vor allem Sonne, Mond und Planeten) machen.

Astronomische Pendeluhr Das Gebäude enthält im ersten Stock ein Büro, einen Vortragsraum, eine Dunkelkammer und Toiletten. Der Kuppelraum im 2. Stock mit einem 1,2 m breiten Rundgang liegt 9,7 m über dem Boden des Erdgeschoßes. Die Kuppeldrehung erfolgt elektrisch, die Öffnung des Spaltes von Hand aus.

Im Büro befindet sich eine historische, jedoch noch funktionstüchtige astronomische Pendeluhr (siehe rechts). Diese Uhr zeigt die exakte Sternzeit an und diente zur Steuerung der Nachführung des Hauptfernrohres. Neben diesen historischen Geräten stehen auch noch zwei neue Teleskope (Zeiss Refraktor AS 100/1000 sowie ein Meade 8 Zoll SC) zur Verfügung.

Die Kuppel während eines Führungsabends Führungsabende

Führungsabende finden an der burgenländischen Landessternwarte jeden Freitag um 20 Uhr (bzw. 21 Uhr bei Sommerzeit) statt. In diesen Führungen bildet der aktuelle Himmel, mit den günstig sichtbaren Objekten den Schwerpunkt. Das Objekt welches der Besucher durch das Teleskop sieht, wird durch das gesprochene Wort und durch Computergrafiken erläutert. Die große, drehbare Kuppel und die leicht zu bedienenden Instrumente gestatten es, viele Objekte während der Führung zu beobachten.

Es werden in der Führung einerseits den Laien eine entsprechende Einführung in die Astronomie mit leicht verständlichen Texten gegeben, andererseits den bereits erfahrenen Besuchern komplizierte Zusammenhänge zwischen Objekt und der Theorie erklärt. Um dieser Interessenvielfalt gerecht zu werden, betreuen nach Möglichkeit mindestens zwei Führende die Besuchergruppe.

Vortragsabende

Diese Abende sollen den Besuchern etwas besonderes bieten. Geladene Gastvortragende – sowohl Hobbyastronomen, als auch professionelle Vortragende – erweitern ihren Vortrag oft durch kleine Experimente, Modell- und Literaturdemonstrationen, sowie durch fachliche Diavorträge. Diese Veranstaltungen ergänzen die praxisnahen Führungen ideal.

Sonderführungen

Sonderführungen gibt es einerseits für Gruppen (wie z.B. Schulklassen) nach Voranmeldung und andererseits zu bestimmten astronomischen Ereignissen wie etwa Sonnenfinsternisse, Mondfinsternisse oder helle Kometen.

Einige Daten

  • Adresse: 7000 Eisenstadt, Dr. Karl Renner-Straße 1
  • Seehöhe: 194,38 m
  • Geographische Länge: 16° 31' 20,9"
  • Geographische Breite: 47° 50' 38,8"

    Wegbeschreibung & Lageplan


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