Die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999
Die SoFi in Bad Sauerbrunn
Claudia List

Gerade eben aus dem Urlaub zurück, kommen hier schon meine Eindrücke von der Sofi. Es begann ja alles sehr hektisch, das Wetter machte es ja wirklich für alle spannend, wie ich soeben in der BAA - Homepage las.

Ich war in Flachau, das ja nicht in der Totalitätszone lag, deshalb stellte sich am Mittwoch morgen die Frage: Wo ist das beste Wetter? Eigentlich war in ganz Salzburg Regen und Wolken angesagt, und da ich nicht mal Teletext hatte, fuhr ich auf gut Glück ins Salzkammergut nach Bad Ischl, wo es laut Radio wenigstens ab und zu aufreißen könnte. Angekommen - oh Wunder - schien auch bereits die Sonne.

Um 11.18h - ich war nur mit der Sofi-Brille unterwegs - fraß der Mond das erste Stückchen der Sonne. Ca. 40 Minuten konnten wir zusehen, wie die Sonne verschwand, dann wurde uns der Blick abgeschnitten, die Wolken verdeckten alles. Ich dachte eigentlich, das gibt's nur im Film, aber um 12.35h - 4 Minuten vor der Totalität - riss die Wolkendecke wieder auf und gab eine schmale Sonnensichel frei. Ich brauch nicht zu erwähnen, daß es schon ziemlich grau und düster war.

Es ging alles sehr schnell, plötzlich sah man den Diamantring und schon war er auch wieder weg - die Korona blitzte wunderschön auf. Sterne konnte ich keine sehen, denn links und rechts der Sonne waren ja die Wolken. Bei uns war es finsterste Nacht. Nach ca. 1 Minute Totalität kam der zweite Diamantring hervor und ich merkte zuerst gar nicht, daß mir die Tränen über's Gesicht rannen. Ich war wirklich sehr gerührt.

Ich hörte von anderen Leuten, daß während der Totalität überall geklatscht und gejubelt wurde, und dazu kann ich sagen: Bei uns in Bad Ischl war es echt bedächtig und still. Ich glaube, die Leute waren einfach zu überwältigt. Bis zum vierten Kontakt konnte man die wachsende Sichel ohne Wolken beobachten.


Die SoFi in Pitten, NÖ


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